Pressebericht zum Venus Kunstwerk in Schelklingen

Eine Venus aus Holz für Schelklingen

Etwa einen Meter hoch ist die Venus, die Uwe Köhle mit der Kettensäge aus dem Fichtenstamm geschnitzt hat.

Direkt an der Ortsdurchfahrt von Schelklingen begrüßt von nun an eine große Venus aus Holz die Besucher. Der Holzkünstler Uwe Köhle hat sie in den vergangenen zwei Tagen mit der Motorsäge aus einem rund fünfeinhalb Meter hohen Fichtenstamm geschnitzt. Dabei musste jeder Schnitt sitzen. „Was weg ist, ist weg“, erzählt Köhle.

Der Baumstamm ist noch in der Erde verwurzelt, er steht auf dem Grundstück der Gaststätte „Hohler Felsen.“ Die Fichte hatte Besitzer Manfred Bohnacker zuvor etliche schlaflose Nächte bereitet, denn der Baum verlor bei Sturm morsche Äste. „An der Bundesstraße war das einfach zu gefährlich“, sagt Bohnacker. Die Idee, den Baum nicht einfach zu fällen, sondern die Skulptur daraus zu machen, entstand schon im Sommer.

Doch zunächst brauchte es die Genehmigung von der Uni Tübingen, die Venus nachzubilden. Reiner Blumentritt, Vorsitzender der Museumsgesellschaft Schelklingen, nahm deshalb Kontakt mit Nicholas Conard, dem Grabungsleiter am Hohlen Fels, auf. Nachdem die Erlaubnis der Uni da war, konnte es Anfang dieser Woche losgehen.

Zuerst schnitzte Köhle in rund fünf Metern Höhe die Venus aus dem Stamm. „Die größte Herausforderung war dabei, die Proportionen zu treffen“, erzählt der Künstler, für den es ungewohnt war, nach Vorgaben zu arbeiten. Normalerweise lässt sich von den Strukturen im Holz leiten. Unter der Venus höhlte Köhle den Stamm in dem für ihn typischen Stil aus, er wird später von innen beleuchtet. Zum Schutz wird die Skulptur mit einer Holzlasur behandelt, danach ähnelt sie der echten Venus aus Elfenbein wohl noch mehr. „Es ist super, wie es geworden ist“, zeigt sich der Künstler zufrieden, der die Holz-Venus ehrenamtlich geschaffen hat. Beim Arbeiten habe er sich fast so gefühlt, als sei er es vor 40 000 Jahren gewesen, der die Venus geschnitzt hat. „Da geht einem durch den Kopf, was derjenige wohl dabei gedacht hat.“

Auch Reiner Blumentritt findet die Venus gelungen und freut sich: „Sie steht hier an einem sehr präsenten Platz, im Sommer fahren hier zigtausende Radfahrer vorbei.“

Quelle: Südwestpresse Ehingen

 

nachstehender Bericht Quelle: Schwäbische Zeitung Ehingen

Köhle schenkt Schelklingen zweite Venus

Holzkünstler gestaltet aus dem Stamm einer Tanne ein beleuchtetes Kunstwerk

Stolz präsentiert Uwe Köhle seine ganz eigene Venus in der Ortsdurchfahrt von Schelklingen.
Stolz präsentiert Uwe Köhle seine ganz eigene Venus in der Ortsdurchfahrt von Schelklingen.

sz-Fotos: dkd
 
 
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